Neumannbau und Gnadenstätte
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© Bernhard Schweßinger  |
| Die imposante Wallfahrtskirche Maria Limbach war Balthasar Neumanns letzter Kirchenbau. |
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Am Steigerwald entlang und über den Zabelstein hinweg gelangt der Pilger ins Dekanat Ebern, das östlichste des Bistums Würzburg und damit auch an den östlichen Wendepunkt des Fränkischen Marienwegs. Hier steht zwischen Wiesen und Feldern die imposante Wallfahrtskirche „Mariä Heimsuchung“, im Volksmund meist nur Maria Limbach genannt. Der Ursprung der Wallfahrt zu „Unserer Lieben Frau in Maria Limbach“ reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück. Wirklich greifbar wird diese jedoch erst um die Mitte des 15. Jahrhunderts, als hier eine erste schlichte Kapelle erbaut wurde. Nach dem Versiegen der Pilgerströme durch die Reformation kam es nach 1630 zu einem neuen Anfang. Nochmals kräftigen Aufschwung erfuhr die Wallfahrt durch die Entdeckung des so genannten Gnadenbrünnleins 1727. Fürstbischof Friedrich Carl von Schönborn erlebte hier gar sein eigenes „Lourdes-Wunder“: In hohem Alter wurde er durch das heilkräftige Wasser des Brünnleins von einem Hüftleiden geheilt und gelobte deshalb, die Wallfahrtskirche zu vergrößern und zu erneuern. Der Kirchen-Neubau erfolgte nach Plänen Balthasar Neumanns und konnte erst nach dessen Tod im Jahr 1755 geweiht werden. Die Kirche ist so das letzte Sakralbauwerk des großen Barockbaumeisters. Hauptanziehungspunkt im Inneren der Kirche sind neben der prächtigen Rokoko-Ausstattung von Johann Peter Wagner die beiden Limbacher Gnadenbilder aus dem 16. Jahrhundert und der Zeit um 1420. Vor allem auf Radfahrer scheint die im Naturpark Haßberge gelegene Kirche eine ganz besondere Anziehungskraft auszuüben. Anja Legge
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